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Watteau-Morgenmantel, 1879

Im Herbst 2016 habe ich mir eine Art Morgenmantel mit Watteaufalten genäht, ich liebe Watteaufalten, aber die Rokoko-Mode ist nicht unbedingt mein Favourit zum nähen. Daher habe ich diesen Mantel genäht, der in der Septemberausgabe des Haper's Bazar von 1879 abgebildet wurde. Damals trug man solche Mäntel eher als Art Ankleide-Kleid, niemand sah einem in diesem Kleidungsstück, außer vielleicht die Kammerzofe oder allerhöchstens der Ehemann, pflegte man einen lockeren Umgang, selbst zum Frühstück erschien Frau angezogener.

Das Original war aus einem leichten Wollstoff, da ich das gute Stück jedoch auch als Bademantel nutzen wollte, entschied ich mich für einen Baumwoll Frottée-Piqué in creme entschieden gehabt, dazu cremefarbene Samt für die Ärmelaufschläge und eine leicht hellere Spitze als Verzierung am Kragen, Verschluss und den Ärmeln, allerdings habe ich die Spitze an den Verschlusskanten nicht komplett zum Saum geführt. Als Verschluss gibt es am Kragen Haken und in der Taille wird der Mantel mit einer cremefarbenen Baumwollkordel mit Quasten geschlossen.

Den Schnitt gibt es "Fashion of the Gilded Age" Vol. 1, wo er in der Rubrik "Unterbekleidung" geführt wird. Noch ein Grund, diesen Mantel unbedingt haben zu wollen, er hat eine kurze Schleppe. Watteaufalten plus Schleppe, der Mantel musste also gefertigt werden.


Original
So sieht der Mantel im Harper's Bazar 1879 aus.

Wrapper vorn
Mein Morgenmantel in Gänze.

wrapper hinten
Die Watteau-Falten am Rücken.

Ärmel
Und zum Abschluss die Ärmelmanschetten.